Katrin Felder (kfcomics) und ich zeichnen für unser Leben gerne Comics. Aber weil eine Leidenschaft erst dann so richtig knorke wird, wenn man sie teilt, machen wir jetzt zusammen diesen Podcast, der sich speziell an Comicmacher richtet. Egal ob es ums Skizzieren, Tuschen, Kolorieren, Schreiben oder Drucken von Comics geht, um Artblocks, Aufträge aller Art oder Comicmessen, hier ist für jeden etwas dabei – sowohl für Einsteiger als auch Veteranen. Also, philosophiert mit Katrin und mir über die Neunte Kunst und macht euch ans Werk!
FOLGE 1
In der ersten Folge stellen Comiczeichnerin Katrin und Comiczeichner Sebastian erst einmal sich selbst und ihren Podcast vor und widmen sich dann beinahe konzeptlos den großen philosophischen Fragen: Wie kommt man eigentlich zum Comiczeichnen? Was genau haben die beiden 2020 so geplant? Und warum buppert Katrins Herz eigentlich so?! Findet es heraus, bei GOTTA MAKE COMICS!
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Mitmachen: Habt ihr brennende Fragen, Kommentare oder Kritik? Dann schick uns doch einen Audioclip, den wir in der nächsten Folge spielen können. Das geht ganz einfach auf https://anchor.fm/gottamakecomics/message
An Halloween habe ich ein paar kribbelige und spukende Gestalten für die Halloweenparty in Nachbars Garten gezeichnet. Es war ziemlich kalt und nach 3 Stunden haben mir ganz schön die Finger gefroren, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht!
Werkzeug: Bleistift, billige Marker, Schere, Radiergummi Papier: Alte Kalenderposter, Hochglanz
Nachdem ich mich beim letzten Comic Salon Thomas Sluzalek traf und mich mit ihm begeistert über japanische Tokusatsu-Filme und Serien und Hong Kong Kino unterhalten hatte, konnte ich nicht widerstehen, als er mich kürzlich fragte, ob ich mit einem Artwork bei seinem neuen Comic CYBER NINJA 2082dabei sein möchte.
Hier das fertige Artwork. Der Band erscheint voraussichtlich im Juli / August!
spielt man viele Rollen, und oft fragt man sich, wer man denn nun eigentlich sei. Bin ich der Sinologie-Student, der stolz darauf ist, etwas kompliziertes und spannendes zu lernen? Bin ich der Quereinsteiger, der sich in kaufmännischen Dingen und Mediengestaltung beweisen muss oder möchte? Bin ich der Projektleiter, der Kunden und Videoprojekte betreut? Bin ich verzweifelter Hans-Dampf-in-allen-Gassen oder begnadeter Allrounder? Nach all den Jahren beruflicher wie auch privater Exkursionen aller Art kann ich wohl für mich sagen: Am liebsten bin ich Comiczeichner.
Wieder eine neue Idee? Nein. Ein roter Faden!
Das Leben als Comiczeichner hat ganz einfach angefangen. Ich habe im Kindergarten immer am liebsten gemalt. Draußen toben, auf die Schnauze fallen, Lesen, Kassetten hören, mit Freunden spielen – das war alles perfekt, aber Zeichnen war irgendwie immer etwas Besonderes. Es gab fast jeden Tag im Kindergarten einen Augenblick, in dem alle etwas gemacht haben, das auf dem Programm stand, und in dem ich trotzdem lieber zeichnen wollte, egal ob alleine oder in Gesellschaft. Ich bin meinen Kindergärtnerinnen und sämtlichen Kunstlehrerinnen und Kunstlehrern dankbar, dass sie das immer unterstützt haben!
Worauf ich aber hinaus will: Zeichnen war ein Bedürfnis und wenig später war es ganz speziell das Zeichnen von Comics. Mit 8 Jahren habe ich meine eigene Comicfigur erfunden, die nicht nur leicht zu zeichnen war, sondern auf die auch schon eine Schublade voller Abenteuer wartete: Tom Vogel. Tom ist ein anthropomorpher Vogel, der das Herz am rechten Fleck hat aber seine Herausforderung im Leben eher mit Glück als mit Bravour meistert. Bis ich 16 war, habe ich Tom und seinen Freunden, die in der Stadt Spatzbrück lebten, allerlei Stories auf den Leib geschrieben.
Dann kam die Krise: Wie soll ich denn anspruchsvolle Comics zeichnen, wenn ich nicht dazu in der Lage bin, Menschen zu zeichnen? Ich hatte das Gefühl, ich müsste bei Null anfangen, denn ein Portfolio, in dem keine Menschen aus dem Handgelenk geschüttelt werden, das will ja keiner sehen.
So ging also meine Schulzeit zu Ende und nach einer schroffen Ablehnung einer Hamburger Kunsthochschule… Moment, interessiert das noch jemanden?
Worauf ich hinaus wollte: Tom Vogel hat mich immer begleitet. In Notizbüchern, auf Klassenarbeiten und natürlich in Comics und Zeichnungen, die sich aber generell um andere Dinge drehten. Unter anderem um ein Spatzbrück, das nicht mehr die Welt von Tom Vogel war, sondern die eines humanoiden Alter Egos, in Stories, die sich eher um seine neu erfundene Nichte Debbie drehten. Für diese Inkarnation hatte ich zwischen 2004 und 2014 immer wieder kleinere Strips oder lose zusammenhängende Comicseiten improvisiert.
Das waren Lebensphasen voller Widrigkeiten und so waren auch die damaligen Geschichten eher ein Ventil für Frust und den Dampf einer anstrengen Zeit, in der kaum Raum für Zeichnen blieb. Das Leben musste sich ändern!
Dabei wuchs in mir auch der Wunsch, zu meinen alten Ideen zurückzukehren. Da das mit Worten allein nur schwer zu vermitteln ist, habe ich das alles in meinem 24-Stunden-Comic von 2012 festgehalten, in dem ich mich selbst mit dem Problem konfrontierte.
2017 war es dann soweit. Gemeinsam mit meinem Bruder habe ich für WHOA! Comics #11 die Spatzbrück Kurzgeschichte “Honigsüße Skills” geschrieben, in der ich alles ausprobiert habe, was ich mir für Tom und seine Freunde vorgestellt habe. Running Gags aus Comics, die ich mit 11 Jahren gezeichnet habe, offenherzige Anspielungen an meine Lieblings-Cartoonisten und prominente Rollen für Toms Nichte und ihren besten Freund Jack, die es ja zuvor nur als Menschen gegeben hatte. Das Feedback war echt super und dank der Unterstützung meiner Familie und meiner besten Freundin Katrin Felder, die auch noch die Farben übernahm, konnte ich mich voll auf die Story konzentrieren, ohne alles zu sehr zu vergrübeln.
Seitdem ist ein Jahr vergangen und vor einigen Monaten ist auf Spatzbrueck.de meine eigene Comictsripserie “Spatzbrück” gestartet – mit der tatkräftigen Unterstützung meiner Ko-Autoren Aljoscha Jelinek und Matt Kempke. Fast 30 Jahre, nachdem ich ihn das erste Mal gezeichnet habe, hat Tom Vogel endlich ein zu Hause gefunden. Ein Grund zum Feiern!
Habe ich Angst, dass ich mit 37 viel zu alt bin und eine Stripserie nicht wuppen kann? Dass der Zug abgefahren ist? Natürlich. Aber ich habe immer vor irgendwas Angst.
Doch langsam stellt sich beim Zeichnen das Gefühl ein, dass ich hatte, als ich im Kindergarten für mich gezeichnet habe: Ich habe Spaß dabei. Mehr Spaß als wenn ich anderer Leute Ideen umsetze. Und seit etwa 10 Jahren habe ich das, was mir in meiner Jugend gefehlt hat: Kontakt zu anderen Comiczeichnern und Autoren. Ein Hoch auf das Internet. Da fühlt man sich weder als Konkurrent noch als Einzelkämpfer sondern eben einfach als Comiczeichner. Mit allen Höhen und Tiefen, den Kopf voller Ideen und einem roten Faden… wenn man einen Vogel hat, hat man ihn halt ein Leben lang!
Ich darf hiermit also auch auf meinem neuen Blog nach ein paar Monaten Vorlaufzeit offiziell den Start des Comicstrips verkünden, den ihr auf deutsch und englisch und auch auf Twitter, Facebook und Instagram lesen könnt.
Ich habe mit dieser Ankündigung ein paar Monate gewartet, da mir klar war, dass ich während meiner Babypause (am 9. März kam meine Tochter zur Welt) nix posten werde, und nach Folge 10 erst einmal Pause war, aber nun geht es (wieder) los!
Hallo zusammen! Endlich habe ich mal etwas Leben in mein Portfolio gebracht. Es sind leider längst noch nicht alle Projekte und Ideen zu finden, an denen ich in den letzten Jahren gearbeitet habe, aber zumindest von allem etwas, zum Beispiel Animationen und Messeskizzen (ein bisschen runterscrollen)!
Erstaunlicherweise habe ich auch auf andere neue Dinge noch gar nicht hingewiesen, wie meinen neuen Comicstrip und andere wichtige Dinge. Das werde ich in ein paar Tagen nachholen. 🙂 Bis dahin wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche!
das erste Sturmboje Halloween Sonderheft ist fertig! Nachdem Dirk M. Jürgens und ich unsere Geisterjäger ja in Heft 1 in das Kieler Stadtmuseum geschickt haben, um eine Bande hüpfender chinesischer Vampire zu dezimieren, wäre jetzt eigentlich längst Heft 2 dran gewesen. Da wir aber beide viel privaten und berufliche Trubel hinter uns haben und wir mehr den Alltag als den Spuk bekämpfen mussten, dachten wir uns, es wär zumindest angemessen, unseren paar Lesern die Wartezeit zu verkürzen und spontan was ganz neues Neues vor die Füße zu werfen. Und so entstand das Halloween-Abenteuer!
Jan Storm und Kris Kundrisson sind auf dem Grasbrook unterwegs (da steht jetzt die sterile Hafencity drauf) und warten wie jedes Jahr darauf, dass sich der untote Körper des legendären Piraten Störtebeker aus dem Schlamm erhebt. Werden Sie arglose Touristen vom Kutter der Kuriositäten schützen können und dem Spuk auch dieses Jahr ein Ende bereiten?
Damit alle was vom Heft haben, erscheint es an mehreren Stationen fast gleichzeitig: Online auf Sturmboje.de (am Freitag, den 27.10.), im Buddelfisch Webshop für kopflose 3 Euro (jetzt schon vorbestellbar, Versand ab dem 27.10.) als Heft auf Papier im US-Format und (haltet euch fest) als kostenloses Halloween-Heft in der Fantasyreich-Edition (nur echt mit Siegel auf dem Cover) in unserem Kieler Stamm-Comicshop (am Samstag, dem 28.10. zum Halloween-Comicfest). Das ist doch mal was! Ab nach Kiel, oder wie? Ich bin leider nicht dort, da ich Geburtstag habe und mit der Familie feiere.
Aber keine Sorge, das Heft wird auch auf den nächsten Comic-Events (z.B. beim Internationalen Comic Salon in Erlangen) zu haben sein, nicht kostenlos, aber bestimmt in einem Buddelfisch-Bundle-Preis.
Die Kurzgeschichte ist die erste der Reihe, die ich komplett in Farbe gezeichnet habe (Danke an Katrin Felder für die tatkräftige Unterstützung mit den Flats) und das erste Hefte unseres Buddelfisch Verlags im famosen US-Format. Also viele kleine Revolutionen!
Nachdem ich im Frühjahr die Tom Vogel Kurzgeschichte “Honigsüße Skills” für Whoa!-Comics auch im US-Format und (danke Katrin) in bunt beigesteuert habe, wäre es unverzeihlich gewesen, nicht auch unsere Horror-Serie ins US-Format zu heben. Schließlich haben sich Jan Storm und Kris Kundrisson für ihre unheimlichen Abenteuer auch eine Dosis Cinemascope und Technicolor verdient.
Ich bin mal gespannt wie euch die Geschichte gefällt!
Spannende Zusatzinfos:
Dirks Hörspiel über Klaus Störtebeker ist ebenfalls für Ende des Monats angesetzt. (Link folgt hier, sobald ich mehr weiß.)
Die Story haben wir uns am Telefon ausgedacht und mussten dabei sehr laut lachen.
Alle Reinzeichnungen sind in Photoshop entstanden. (Bislang hab ich immer analog getuscht.)
Um die Flats zu beschleunigen (also die Definition der Farbflächen) habe ich erstmals die Smart Coloring Funktion von Krita/G’MIC benutzt.
Der Kutter der Kuriositäten tauchte erstmals in Dirks Kurzgeschichte “Mitternacht auf dem Kutter der Kuriositäten” aus dem Jahre 2007 auf. Hier gibt’s die Story!
Das ist das dritte Heft, in dem die Sturmboje etwas mit einem Museum hier im Norden zu tun hat: In Heft 1 spielt sich der Großteil im Kieler Stadtmuseum ab. Das “Kinder von Rungholt”-Spezial entstand speziell für das Nordsee-Museum in Husum (zur Rungholt-Ausstellung). Im neuen Heft hat das Museum für Hamburgische Geschichte einen Auftritt (hier ruht Störtebekers Schädel).
Hier die ersten zwei Seiten als Preview, der Rest folgt dann Ende der Woche auf sturmboje.de und im Fantasyreich in Kiel!
Lest doch mal unbedingt in Fehdes Comic “Massu, Schmiedstochter” rein. Auch auf englisch bei Tapas. Hier eine Illustration die ich am Sonntag als Gastbeitrag für ihren Comic gezeichnet habe.